Wir trauern um unsere Freunde, Bekannte und Verwandte die durch das tragische Seilbahnunglück am 11.11.2000 in Kaprun verstorben sind.
Opfer Kaprun

Am 10.11.2000 um 16.00 Uhr, als insgesamt 49 liebe Menschen wohlgelaunt und voller Vorfreude auf das bevorstehende Skiwochenende nach Kaprun in den Bus stiegen, war die Welt für uns alle noch in Ordnung. Jeder im Bus war aufgeschlossen, liebenswert und fröhlich, so daß sich bereits bei der Anreise eine überwältigende Atmosphäre innerhalb der Gruppe entwickelte, wie es auch bei all unseren bisherigen Vereinsfahrten so üblich war. Nach der Ankunft in unserem Hotel in Schüttdorf bei Zell am See saßen wir noch gemütlich zusammen und erlebten einen schönen Abend.


Mit strahlend blauem Himmel wurden wir am nächsten Morgen geweckt. Die Euphorie auf das Skifahren war deshalb nicht mehr zu bremsen. Um kurz nach 8.00 Uhr stiegen wir gemeinsam in unseren Bus, der uns zur Kitzsteinhornbahn nach Kaprun brachte. Uns allen konnte es nicht schnell genug gehen. Bereits im Bus zogen die meisten ihre Skischuhe an, um dann so schnell wie möglich auf das Kitzsteinhorn zu kommen und um so schnell wie möglich dieses herrliche Wetter genießen zu können. Jeder packte seine Ski und seinen Skipaß und steuerte die Standseilbahn oder die Gondel an. Daß wir nicht alle gemeinsam den Berg hinauf fuhren, lag wahrscheinlich daran, dass wir es alle ziemlich eilig hatten, und somit der eine schneller wie der andere zur Bahn kam. An diesem Tag, den 11.11.2000 um 09.15 Uhr war die Freude, die Lust aufs Skifahren, die Geselligkeit, was unseren Ski-Club eben charakterisierte, vorbei. Für dreißig Skifahrern unseres Vereins wurde die Fahrt mit der Standseilbahn zur Höllenfahrt! Nur zehn konnten dieser Katastrophe entkommen und sich durch den Tunnel nach unten retten.


20 begeisterte Skifahrer mußten wir in diesem Höllentunnel zurücklassen. Wir, die 29 Menschen, die übrig geblieben sind, bangten und hofften bis tief in die Nacht, dass unsere Vermißten doch noch ins Hotel zurückkehren würden. Doch es kam leider niemand mehr! Ein Alptraum, den auch jetzt noch keiner von uns begreifen kann und begreifen will, wurde zur Wirklichkeit. Mit 49 Menschen sind wir losgefahren und mit 29 Menschen sind wir nach Vilseck zurückgekommen. Wir vom Ski-Club haben unsere treuen und lieben Freunde verloren.