Der Verein

Gründung des Vereins

Am 28.01.1970 haben sich 33 Interessenten im Gasthaus Merkl zusammengefunden, um den Ski-Club Unterweißenbach zu gründen. Initiator dieses Treffens war Herr Klaus Frank und auch viele Interessierte aus dem Sulzbacher Raum. Zum ersten Vorstand wurde der damalige Bürgermeister Rudolf Merkl gewählt. Voraussetzung für die Gründung des Ski-Clubs war der Bau eines Skiliftes in Unterweißenbach durch die Familie Gradl.
14 Tage nach der Gründungsversammlung wurde bereits der erste zünftige Skifasching abgehalten, denn in diesem Winter hatte es genügend Schnee. Es gab viele Maskierte und ein dichtes Schneegestöber und am Abend zeigte sich, daß die Mitglieder neben dem Skifahren auch das gesellige Leben nicht zu kurz kommen ließen.

Am 28.02.1970 fanden die ersten Vereinsmeisterschaften mit 44 Starten statt, die mit Wein und Süßigkeiten geehrt wurden.

Schon im ersten Vereinsjahr entwickelten sich Aktivitäten, die bis heute fester Bestandteil des Vereinslebens geblieben sind. So die Frühjahrswanderung im Mai, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, da schöne Ziele für die ganze Familie ausgesucht werden, und mit der das neue Vereinsjahr beginnt.

Im Juli 1970 rüstete man für das erste Hüttenfest und der Wettergott hatte, wie so oft danach, ein Einsehen und bei strahlenden Sonnenschein konnte das inzwischen berühmte Fest im Gradlgarten stattfinden. Abends wurde eine Sonnwendfeier mit Feuerrad und Feuerspruch abgehalten. Im Laufe der Jahre wurde das Hüttenfest um viele Aktivitäten erweitert. Hinzugekommen ist zum Beispiel die Schnapsbar, die Kaffee- und Käsehütte gesellte sich dazu, ein Zunftbaum wurde aufgestellt, mehrere Tombolas wurden veranstaltet und nicht zu vergessen ist auch die Kinderbelustigung oder die Hüpfburg, die bei den kleinen Gästen sich immer großer Beliebtheit erfreut.

Seit 1976 beginnt das Fest bereits am Samstag mit einer heiligen Messe an der Kreuzkapelle, die zum 10-jährigen Bestehen gründlich renoviert wurde und eingeweiht wurde. Welch großen Zuspruch das Hüttenfest findet, wissen nicht zuletzt diejenigen, die jedes Jahr aufopferungsvoll bis zum Ende aushaaren.

Für unsere jugendlichen findet seit dem zweiten Vereinsjahr mit wenigen Ausnahmen während der Ferien ein Zeltlager mit spielen, Grillen und Wanderungen statt. Ein Höhepunkt war sicherlich im Jahre 1988 als am Monte Kaolino Christa Kinshofer die Teilnehmer mit Ihrer Anwesenheit beglückte.

Ein weiterer Fixpunkt im Kalender des Vereins ist das Ausbuttern, daß immer im November stattfindet. Die frisch gerührte Butter und die heißen Kartoffeln munden jedes Jahr neu.

Im Herbst 1978 veranstaltete der Ski Club seinen ersten Skibasar im Vereinslokal Merkl, der sich bei der Bevölkerung so großen Zuspruch erfreut, daß er aus dem Vereinslokal in die Pausenhalle der Schlichter Schule umquartiert werden mußte. Was den Ansprüchen der Skiasse nicht mehr genügt, wird von den Anfängern umso lieber günstiger erstanden und auch bei Kindersachen ist oft die Nachfrage größer als Angebot.

Für Jung und Alt kommt seit Vereinsbestehen Anfang Dezember der Nikolaus. Der große Saal im Roten Hahn bzw. jetzt im Gasthaus Ströll konnte immer bis auf den letzten Platz gefüllt werden. Kein Wunder, denn die Vorstandschaft gibt sich viel Mühe mit der Dekoration, der Programmgestaltung und den Geschenken. Nur einmal mußte die Nikolausfeier ausfallen, als im Jahre 1973 wegen der Ölkrise das Sonntagsfahrverbot galt.

Was wäre ein Verein ohne einen Kappenabend oder einem Faschingsball, so fragte man sich im ersten Vereinsjahr und veranstaltete beides mit großem Erfolg. Der Brettlrutscherball war lange Jahr gut besucht. Zu Beginn der 80iger Jahre ließ das Interesse stark nach, so daß man sich auf einen Kappenabend beschränkte und im Jahr 1986 auf einen Hüttenfasching überging. Doch dieser schlief aufgrund der schlechten Schneeverhältnisse Anfang der 90er ebenso ein.

So oft es möglich war, fand am Hang der maskierte Skifasching mit Schneebar und Faschingstreiben statt - für alle Skifans immer ein besonderes Vergnügen. Soweit die alljährlich wiederkehrenden Termine, die den Jahresablauf im Vereinsleben mitbestimmen.

Während des ersten Vereinsjahrses begannen bereits die Umbaumaßnahmen und rechtlichen Geschäfte wegen der Skihütte, die das Vereinsmitglied Max Ostermann dem Ski-Club überließ. Mit Frau George konnte eine sehr aktive Hüttenmutter gewonnen werden. Am 17.01.1971 wurde unter Anwesenheit von Landrat Dr. Hans Raß der Skilift eingeweiht. Bei Dankesreden, einem Schaulauf und Kaffee + Kuchen herrschte reger Skibetrieb bis in die Abendstuben.

Im zweiten Vereinsjahr wurde wieder Rudolf Merkl zum Vorstand gewählt. Die Flutlichtanlage ging in Betrieb und wurde eifrig genutzt. Der Verein zählte bereits über 100 Mitglieder und am 14. März 1971 fanden die zweiten Vereinsmeisterschaften statt.

Im dritten Vereinsjahr, nach einem kurzen Skiwinter wählte man Erwin Bauer zum 1. Vorstand. An die Skihütte wurde eine Terrasse angebaut, am Monte Kaolino trainiert und Sturzhelme, Skistangen und Grasski angeschaft. Im Juni fand ein Sommernachtsball statt. Die ersten sportlichen Erfolge stellten sich ein; so z. B. mit einem 3. Platz beim Stückbergrennen in Eslarn durch Fritz Sommer.

In der Generalversammlung für das 4. Vereinsjahr 1973/74 wurde beschlossen, die Vorstandschaft nur mehr alle 2 Jahre zu wählen und Martin Sommer sollte ab diesem Zeitpunkt für 12 Jahre an der Spitze des Vereins stehen. Es fanden Grasskirennen mit Gastvereinen statt und bei den Nordbayerischen Meisterschaften konnte ein 3. und 5. Platz erfahren werden. Im Januar veranstaltete der Ski-Club ein Schülerrennen des Skigaues Oberpfalz, und Manfred Hiltel, Rudi Eckl und Herbert Reil konnten den Grundkurs zum Übungsleiter bestehen. Im März fuhr man gemeinsam zum Arber.

Der Winter war wenig skisportfreundlich, so daß nur bei den Grasskirennen gute platzierungen für die Rennläufer möglich waren. Neben den Wanderaktivitäten unternahm man 2 Busfahrten zum Arber, einen Maitanz und Gartenfest im Herbst.

Die Winter blieben nahezu schneelos und so konnte auch im 6. Vereinsjahr 1975/76 meist nur Grasski gefahren werden. Die schlechten Schneeverhältnisse wirkten sich auf die Mitgliederversammlungen aus, die in der Zeit nicht gut besucht waren.

Im 7. Jahr 1976/77 gab es dann endlich am 23.01.1977 die 3. Vereinsmeisterschaften. Die Übungsleiter konnten zum ersten Mal Skikurse in Unterweißenbach abhalten,die mit 30 Teilnehmern sehr gut frequentiert waren.

Am 20.02.1977 ließ es sich der Ski-Club nicht nehmen, am Faschingszug in Hahnbach teilzunehmen. mit lustig geschmückten Wagen und "Schirmherrn alles Disziplinen" trotzte man dem strömenden Regen.

Im Jahr 1977/78 ließ das Intersse am Grasskirennen nach und auch das Hüttenfest war total verregnet, aber der Winter lohnte alles mit viel Schnee, einer gelungenen 4. Vereinsmeisterschaft und vielen tollen Skitagen und Hüttenabenden. Ein großer sportlicher Erfolg konnte Klaus Frank mit dem 5. Platz beim Skimarathon in Hirschau verbuchen.

Im Jahr 1978/79 war die Mitgliederzahl bereits auf über 200 angestiegen und nachdem man im Sommer die Hütte renoviert hatte, konnte auch in diesem Winter Vereinsmeisterschaften abgehalten werden. Herr Frank bewies erneut seine sportliche Qualifikationen, indem er Oberpfalzmeister im 30 km Langlauf wurde. Unter der Leitung von Manfred Hiltel, Eckl Rudi und Bruno Garkisch begann man die Jugendarbeit zu aktivieren und eine junge Rennmannschaft aufzubauen.

Das folgende Jahr zeigte auch schon die ersten Erfolge als Markus Hiltel den 3. Platz beim Jugendrennen im Freudenberg belegte.

Trotz schwacher Beteiligung an den Mitgliederversammlungen konnte man im Jahre 1980 das 10jährige Bestehen des Ski-Clubs Unterweißenbach festlich begehen. Wie bereits erwähnt wurde die Kreuzkapelle eingeweiht und beim Festkommers langjährige Mitglieder geehrt.

Im Herbst fuhr die Rennmannschaft zum trainieren auf Rettenbachferner und in diesem Winter konnten 2 Läufer in die A-Mannschaft des Skigaus Oberpfalz aufrücken. Im Januar wurden erneut die Vereinsmeister ermittelt.

Herausragende Ereignisse im Vereinsjahr 1981 waren sicherlich die Beteiligung des Ski-Clubs an der 650-Jahr-Feier der Stadt Vilseck mit einer historischen Hammerschmiede. Daß der Beitrag gelungen war zeigt allein die Tatsache, daß das Bayerische Fernsehen den Wagen des Ski-Clubs sendete.

Auf dem sportlichen Sektor zu erwähnen gibt es, die Skigymnastik bei Bauer-Lederer in Süß, die Vereinsmeisterschaft und das intensive Training der Rennmannschaft, so daß sechs Läufer in den A-Kader des Skigaues gelangen konnten.

So zeigte sich auch im nächsten Winter, daß sich fleißiges Training diesmal in der Turnhalle im Südlager und im Furth im Wald lohnt, denn bei den Gaumeisterschaften und den Schulskimeisterschaften belegte Markus Hiltel den ersten Platz und es gab auch sonst noch beachtliche Platzierungen.

Im Januar 1984 wurden dann die Vereinsmeisterschaften für die Jahre 1983 und 1984 veranstaltet und im Sommer 1984 die Hütte erneut gründlich renoviert.

Markus Hiltel konnte in seiner sportlichen Karriere einen Glanzpunkt setzen, in dem er sich beim Atomic-Cup in Söll in Tirol einen 8. Platz holte.

Seit den Neuwahlen für das Jahr 1985 bei denen sich Martin Sommer als Vorstand nicht mehr zur Wahl stellte, leitete von nun an 12 Jahre mit viel Elan Ernst Andraschko die Geschichte des Vereins. So konnte in diese Jahr neben den jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen auch der Verein ins Vereinsregister im Amtsgericht eingetragen werden. Außerdem fuhren Markus und Bernd Hiltel wieder im A-Kader des Skigaues mit. Das Vereinsjahr 1986/87 brachte dank ausreichender Schneelage viele sportliche Ereignisse. So trug der Ski-Club zum ersten Male die Landkreismeisterschaften aus und konnte dabei gleich den Ehrenpokal für die erfolgreichste Mannschaft erringen. Auch wurde er für den bestens organisierten Ablauf gelobt, zu dem der neu angeschaffte Skibob sein Schärflein dazu beitrug. Kurze Zeit später konnte man bei guter Schneelage auch die Vereinsmeisterschaften für 1985/86/87 austragen. Bernd Hiltel entwickelte sich aufgrund seiner sportlichen Erfolge zum Aushängeschild des Vereins und wurde 1987 Oberpfalzmeister für den er bei der Nikolausfeier 1987 besonders geehrt wurde.

Überhaupt erfreute sich der SCU wachsender Beliebtheit, sodaß bei der Generversammlung des Jahres 1987 die Mitgliederzahl mit 318 festgestellt werden konnte. Hier verabschiedete sich auch Frau Else George aus dem aktiven Vereinsleben, wo sich nach 16-jähriger Tätigkeit als Hüttenwirtin, Schriftführerin und Kassiererin gewirkt und regiert hatte.

Im Dezember 1987 weihte der Gradl Barthl seine neue Skihütte mit Landrat Dr. Hans Wagner ein, und die Rennmannschaft konnte sich bei den Wettbewerben vorne behaupten, obwohl kaum Trainingsmöglichkeiten vorhanden waren. Ein kurioses Ereignis im Vereinsjahr 1988/89 war, daß der Skilift keinen einzigen Tag in Betrieb war, was in der Vereinsgeschichte noch nie vorgekommen war. Die Mitglieder waren aber bei den Versammlungen und Festen sehr aktiv und man veranstaltete einen Tagesausflug nach Passau.

Auch im Vereinsjahr 1989/90 gab es kaum Schnee, wenige Trainingsmöglichkeiten außer einen Jugendtrainingslager im Stubaital und wenig Rennen. Ein Schulskikurs von Heinrich Maulbeck geleitet, konnte nur im Immenreuth beendet werden.

Im Mai 1989 fand der ersten Ski-Club Stammtisch statt, der seither jeden ersten Freitag im Monat in der Barthl-Hütte stattfindet.

Im Juni 1990 konnte der Ski-Club sein 20-jähriges Gründungsjubiläum begehen. Am 16. Juni 1990 fand dazu der Kommersabend im Gasthaus Ströll statt, an dem die Vilsecker Moila das Ski-Club-Lied zum besten gaben. Zwei Wochen später am Samstag den 24. Juni heizten im Festzelt die Steirer Boum den zahlreichen Gästen in Unterweißenbach so richtig ein. Am Sonntag vormittag zog der Kirchenzug, der von den drei Festdamen Manuela Kreuzer, Angela Ernst, und Michaela Schmidt angeführt wurde, zur Kapelle, wo der Festgottesdienst mit Pfarrer Martin Schultes gefeiert wurde. Für den Nachmittag konnte Ernst Andraschko die Olympiasiegerin Marina Kiehl gewinnen und sie in Unterweißenbach zur Autogrammstunde begrüßen. Marina Kiehl spielte auch die Glücksfee als es galt den von der Fa. Woppmann gesponserten VW Sicirocco als Hauptpreis der Tombola zu verlosen.

Der Ski- Club leistete im Vereinsjahr 1990/91 einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz, denn es wurde Geschirr und Besteck in ausreichendem Maße für die verschiedenen Festivitäten angeschafft. Zur Neuanschaffung in diesem Jahr zählte ebenso ein 2. Zelt für das Jugendzeltlager sowie ein Bohrer für´s Stangenstecken.

Im September 1990 trat man erstmals in die Pedale. Die Radltour, die sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut, wurde ins Leben gerufen.

Nach 2 mageren Wintern konnte in der Skisaison 1990/91 die Vereinsmeisterschaft mit 38 Startern ausgetragen sowie 2 Skikurse und einen Skischultag abgehalten werden. Auch die Rennmannschaft wurde viel gelobt, denn die fuhren bei den Rennen oft auf die vorderen Plätze und konnten in den A-Kader aufsteigen.

Im Vereinsjahr 1991/92 waren erneut Renoviersarbeiten an der oberen Skihütte wie Fenster streichen, Innenraum renovieren, Anschaffung von neuen Schränken fällig.

Im Winter trainierte die Rennmannschaft am Gaiskopf und ein Wochenende im Stubaital. Ebenso standen zur Vorbereitung auf die Skisaison die Skigymnastik, Schwimmbadbesuche und Eislaufen auf dem Programm.

Im Vereinsjahr 1992/93 beteiligte sich der Ski-Club erstmals mit einem Stand am Weihnachtsmarkt in Vilseck. Zu kaufen gab es Glühwein und heiße Wiener.

In der Wintersaison 1992/93 kamen die Brettlfans in Unterweißenbach voll auf ihre Kosten. Die Vereinsmeisterschaft mit Karin Gebhard und Bernd Hiltel als Vereinsmeister konnte unter guten Schneebedingungen abgehalten werden, die Langlaufloipen waren bestens präpariert, ein Skifasching konnte nach langer Zeit mal wieder für alle närrischen Brettlfans stattfinden, 2 Kinderskikurse und 1 Erwachsenenskikurs wurde angeboten sowie ein 1wöchiges Trainingslager für die Rennmannschaft im Pitztal. Bei den vier Gau-Rennen konnte die Rennmannschaft mit guten Platzierungen glänzen.

Um den Nachwus zu fördern und Skikurse anbieten zu können, wurden Bernd Hiltel, Gäck Oswald, Markus Geier und Karin Gebhard im Vereinsjahr 1993/94 zu Übungsleitern ausgebildet. Der Skibob wurde für den Winter wieder hergerichtet, man war gerüstet für die Skisaison doch der Schnee ließ auf sich warten. In Unterweißenbach herrschte zum 2. Mal nach 1989 kein Liftbetrieb.

Dafür gab es im Vereinsjahr 1994/95 so viel Schnee, daß es mal wieder zu einer Austragung der Vereinsmeisterschaft kam. Bernd Hiltel und Karin Gebhard die zwei Silberpfeile unter den Skifahrern fuhren der Konkurrenz davon und wurden Vereinsmeister.

In der Jahreshauptversammlung am 01. April 1995 gab Ernst Andraschko bekannt, bei der Wahl zum 1. Vorsitzenden nach 10 Jahren nicht mehr kandidieren zu wollen. Dies war leider kein Aprilscherz, so daß am 26.04.2000 eine außerordentliche Jahreshauptversammlung einberufen werden mußte, da sich keiner für dieses Amt bereiterklärte. Aufgrund eines Antrags wurde §5 der Satzung dahingehend geändert, daß der Ski-Club von nun an durch drei Vorstände geleitet wird. Ernst ließ sich deshalb erweichen und übernahm nochmals für zwei Jahre das Amt des 1. Vorsitzenden. Georg Specht wurde zum 2. Vorstitzenden und Konrad Gebhard zum 3. Vorsitzenden gewählt.

Der Ski Club organisierte seit langer Zeit mal wieder einen Faschingsball unter dem Motto "Pistenparty", der am 10.02.1996 in der Mehrzweckhalle in Vilseck ein heftiges närrisches Treiben zur Folge hatte. Aufgrund der exzellenten Planung von Georg Specht und der guten Zusammenarbeit der aktiven Vereinsmitglieder kann man sagen, daß dieser Ball neben dem Hüttenfest einen weiteren Höhepunkt im Vereinsleben darstellt.

Einen guten Winter, den man gar nicht mehr gewohnt war, durfte der Ski-Club im Vereinsjahr 1995/96 erleben. Vier Wochen lang herrschte Liftbetrieb in Unterweißenbach und bei besten Schneeverhältnissen konnte auch die Vereinsmeisterschaft durchgeführt werden. Den holte sich bei den Herren Hans Eckl und bei den Damen setzte sich zum 3. Mal in Folge Karin Gebhard durch. Ebenso konnten wieder einige Skikurse abgehalten werden, die in Unterweißenbach nach wie vor sehr gefragt sind.

Anläßlich des Landkreislaufes betreute der Ski-Club im Vereinsjahr 1996/97 eine Wechselstation in Unterweißenbach. Auch der Ski-Club stellte eine Mannschaft und lief mit.

4 Skikurse mit 47 Kindern und Erwachsenen konnte der Ski-Club in der Skisaison 1996/97 in Unterweißenbach abhalten, eine Vereinsmeisterschaft jedoch nicht. Mit der Rennmannschaft wurde am Hohen Bogen trainiert und bei der Gaumeisterschaft am Arber mit 7 Läufern teilgenommen.

Am 12. April 1997 ging eine Ära zu Ende. Ernst Andraschko legte endgültig nach 12 Jahren als 1. Vorsitzender sein Amt nieder. Er bekundete in seiner Abschlußrede, daß es eine Schande wäre, wenn es für den Verein mit 460 Mitgliedern das Aus bedeuten würde, da kein neuer Vorstand in Aussicht war. Zur Verwendung aller fand sich nach langen Verhandlungen doch noch eine neue Vorsitzende. Silvia Gebhard, die damals erst 19 Jahre alt war, hatte den Mut und übernahm das Amt der 1. Vorstitzenden.

Mit dem Ziel den Verein nach besten Wissen und Gewissen weiter zu führen ging sie mit ihrer neuen Mannschaft an die Arbeit. Die neue Vorstandschaft versuchte mit einem Traktorziehwettbewerb beim Hüttenfest das Programm etwas attraktiver zu gestalten, was schließlich auch gelang.

Was früher das Grasskirennen in Unterweißenbach war ist heute das Mountainbikerennen in Unterweißenbach, das am 27. Juli 1997 erstmals in Unterweißenbach stattfand und von Manfred Hiltel ins Leben gerufen wurde. 71 Biker folgten der Ausschreibung und gingen beim 1. Rennen an den Start. Diese Sportart stellt für den Ski-Club eine enorme Bereicherung im sportlichen Sektor dar.

Die Terrasse der oberen Skihütte wurde im Zuge der Renovierungsarbeiten im Herbst 1997 um 1 Meter vergrößert und ein neues Geländer wurde angebracht. Ebenso erhielt die Hütte innen und außen eine Frische Farbe.

Die Übungsleiter hatten im darauffolgenden Winter alle Hände voll zu tun, denn die Nachfrage nach Skikursen war wieder sehr groß. Ungefähr drei Wochen herrschte in Unterweißenbach Liftbetrieb, doch für eine Vereinsmeisterschaft reichte der Schnee jedoch nicht.

Mit Beschluß vom 13.03.1998 stellte die Vorstandschaft des Ski-Club´s den Antrag Ernst Andraschko zum Ehrenmitglied durch die Jahreshauptversammlung zu ernennen. Dieser Antrag wurde von der Jahreshauptversammlung mit Freude aufgenommen, so daß Ernst Andraschko im April einstimmig zum 1. Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde.

Auch das 2. Mountainbikerennen im Sommer wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Auch die Mountainbiker des Ski-Clubs sorgten für manche gute Schlagzeile, denn sie fuhren bei den verschiedenen Rennen der Konkurrenz davon und errangen des öfteren die ersten Plätze. Für unsere Mountainbikegruppe wurde deshalb ein einheitliches Trikot angeschafft.

Der Winter 1998/99 kam genau zur Weihnachtsfeier, so daß der Nikolaus mit Schlitten anreisen mußte. Man freute sich riesig über die ersten Flocken und hoffte, daß endlich mal wieder ein guter Winter kommen würde. Doch nach einer Woche war der weiße Traum vorbei. Im Februar konnten die Gradl´s nochmals für zwei Wochen ihren Lift einschalten. Die Loipen in Unter- und Oberweißenbach waren gespurt, die Skischultage und einige Skikurse konnten ebenso durchgeführt werden. Man setzte auch 2 mal die Vereinsmeisterschaft an, doch der Schnee verschwand immer einen Tag zuvor.

Im Sommer 1999 war für den Ski-Club wieder das Mountainbiken angesagt. Durchschnittlich gingen bei den Mountainbikerennen 6 - 10 Fahrer des Ski-Clubs an den Start. Auch das Rennen in Unterweißenbach war wieder ein grandioser Erfolg. Bernd Hiltel konnte im letzten Jahr den Titel des Deutschen Vizemeisters der Hobby-Mountainbiker erringen. Stefan Weiß holte sich Anfang September 1999 in Garmisch-Partenkirchen bei der Deutschen Polizeimeisterschaft im Mountainbiken den Vize-Titel. Kai Schertll wurde beim OTV-Mountainbike-Cup in seiner Altersklasse M30 in der Gesammtwertung dritter. Wenn der Ski-Club schon im Winter aufgrund der schlechten Schneeverhältnisse keine sportlichen Leistungen bringen kann, so hat man jetzt dafür in Sommer eine hervorragende Mountainbikegruppe geschaffen.

Da auch der Winter 1999/2000 außer 1 Woche Liftbetrieb in Unterweißenbach nicht viel zu bieten hatte, organisierte der Ski-Club neben der üblichen Gletscherfahrt eine 4-Tagesfahrt nach Südtirol und eine Saisonabschlußfahrt nach Axam Lizum.